Antiquariat Jürgen Dinter

Rosenkranz, Karl

Ästhetik des Häßlichen — Königsberg 1853

250 €

Ästhetik des Häßlichen. – Königsberg, Bornträger, 1853.

 

Erste Ausgabe

8vo. XIV, 463, (1) S. Zeitgenössischer Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel und Rückenvergoldung, berieben. – Mittelstraß III, 640.

 

¶ Rosenkranz über sich. „Mir geht es ganz konfus im Kopf herum, ob ich zum alten oder jungen Deutschland gehöre … Erst habe ich Gedichte geschrieben, dann mich ins Mittelalter versenkt, hierauf mittelmäßige literarische Kompilationen gemacht, dazwischen über Glaube und Wissen, Schleiermacher und Daub, Kant und Hegel philosophiert und endlich zwischen den Parteien mich so zweideutig herumgeworfen, daß mir keine einzige mehr traut. Ich habe es mit allen verdorben und bin doch zu furchtsam, allein zu stehen. Gott weiß, was aus mir noch werden soll. Am Ende werde ich wirklich nichts anderes, als was ich schon bin, ein bloßer Schriftsteller.“ (Aus seiner Komödie Das Centrum der Spekulation. 1840)